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einführung : konzept : künstlerische beiträge
Pia Lanzinger
Vor den Kopf gestoßen, 2006

Vor dem Hintergrund des Pressespektakels um das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2006, das in dem personalisierten Gefecht zwischen Zidane und Materazzi gipfelte und eine signifikante Debatte in Bezug auf interkulturelle und geopolitische Diskussionen beschreibt, untersucht das Projekt bestimmte Tendenzen, die im Versuch der medialen Aufarbeitung geäußert wurden. Zinédine Zidane, mit maghrebinischem familiären Hintergrund und Marseiller Vorstadtkind, ist in der migrantischen Banlieue Siedlung La Castellane nach wie vor als „Yazid“ bekannt. „Zidanes Zeichen gelten den Kindern der Banlieues" interpretiert Thomas Hauschild diese Kopfstoß-Szene, die seiner Ansicht nach „eine der emblematischsten und faszinierendsten der jüngsten Kulturgeschichte" ist. Mit einer Jugendmannschaft eines Fußballvereins aus Berlin-Neukölln, ein Stadtteil mit hoher migrantischer Dichte, reinszeniert Pia Lanzinger in einem Video die Auseinandersetzung um den interessanten Zidane-Materazzi-Fall in den Medien.



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