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AUSSTELLUNG 2001

Never Look Back
vom 2001-06-01 bis 2001-07-22

Eröffnung: 2001-05-31

Politik der Freundschaft - Kritische Kunstpraxis

Veranstaltungen zur Ausstellung
Politik der Freundschaft - kritische Zusammenhänge
Proto-Pop / NOGentrification – Bar
Inhalte Aushalten
kon.takt--> revolver vs.
Sailing Bass Supreme
para-funk / dancenight
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Die Absicht von "Never Look Back" ist es, ausgehend vom Programm in der Shedhalle und anhand von verschiedenen Fragestellungen eine aktuelle Standortbestimmung kritischer kultureller Praxis vorzunehmen und dabei Querverbindungen zwischen unterschiedlichen, in den 90er Jahren stattgefundenen Projekten und ihren Strategien und Methoden nach und auf zu arbeiten.

"Never look back" führt die Auseinandersetzung um ein angemessenes inhaltliches, formales und institutionelles Setting für die unabhängige Kulturproduktion und Vermittlung weiter, untersucht die Funktion (oder das Fehlen) einer eigenen (Erfolgs-) Geschichte und setzt als Alternative zur Logik der Verwertung – einmal mehr – die Bedeutung sozialer Zusammenhänge und die Freundschaft ins Zentrum.


Mit dem Themenstrang "Kulturpolitiken" werden in "Never Look Back" verschiedene Aspekte aufgegriffen, welche den lokalen, urbanen und sozialen Kontext für künstlerische Praxis in den 90er Jahren in Zürich thematisieren und zur kritischen Reflektion wesentlicher Entwicklungen und Verschiebungen beitragen sollen.

Kreis 5: Die Entwicklung des Stadtteils 5 in den 90er Jahren ist für die Entwicklung des kulturellen Klimas in Zürich exemplarisch und wird in einem Teil der Ausstellung und in Rahmenveranstaltungen unter dem Gesichtspunkt von Kulturpolitik nochmals aufgegriffen. Das Zusammentreffen von politischem Aktivismus, Subkultur, Medienkampagnen und Gentrifizierung vor dem Hintergrund der ökonomischen Restrukturierung eines ganzen Stadtteils bietet vielfältige und komplexe Anhaltspunkte, um die eigenen kulturellen Strategien zu befragen und zu verorten.

independent scenes: Die lokale Kulturszene ist seit der zweiten Hälfte der 90er Jahren auch in Zürich wesentlich durch sich ständig verändernde selbstorganisierte Räumen, Projekte und Zusammenhänge geprägt. Wenn im Moment der Eindruck vorherrscht, diese Phase sei nun vorbei, so hat das wesentlich mit der Politik und der Publicity etablierter Institutionen zu tun, welche diese Entwicklung als Trend aufgegriffen, sich sich (vorübergehend) auf das neue Zielpublikum eingestellt und entsprechende Programme übernommen haben.
Ueber welche Bedeutung von "independent" und "kollektiv" soll momentane nachgedacht werden?

Informationspolitik: Ausgehend von lokalen und internationalen Rezensionen und Berichten über die Ausstellungsprojekte in der Shedhalle wird die Bedeutungsproduktion über das Schreiben im Kunstkontext untersucht und exemplarisch dargestellt.

Kontroverse Kunst: Die Übernahme von Themen und Veranstaltungsformaten ursprünglich unabhängiger Szenen durch etablierte Institutionen soll Anlass sein, um über unterschiedliche Kunst- und Kulturbegriffe nachzudenken, welche sich hinter scheinbar Identischem verbergen. Im Umfeld von never look back soll eine Kontroverse Kunst Veranstaltung stattfinden, wo die Praxis von Institutionen wie der Shedhalle, dem Migros Museum und weiteren diskutiert wird (ausführlicher).

Konzept: Renate Lorenz, Elke aus dem Moore, Rayelle Niemann, Marion von Osten, Peter Spillmann

Organisation: Peter Spillmann, Sarah Mehler, Elke aus dem Moore, Marc Matter

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