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AUSSTELLUNG 1999

Programm Fernsehen
vom 1999-01-29 bis 2001-03-21

Eröffnung: 1999-01-29

Information Angebot Unterhaltung

Die Medien- und die Telekommunikationsindurstrie gehören heute zu den florierendsten Branchen der Wirtschaft, wobei an Grösse und Macht die Unternehemn, die gerade den Erdball fast vollständig mit ihren Kabeln einschnüren, den Mediengiganten bei weitem den Rang ablaufen. Zwar konnten 1999 die zwei grösste Medienunternehmen, Disney und Time Warner, nach ihren letzten Fusionen an ökonomischer Bedeutung gewinnen, doch Rang eins gebührt Japans Telekomfirma NTT, gleich gefolgt... (Programmrückschau S. 4)

Eine Reflexion über das Fernsehen dürfte leichter fallen, wenn sie nicht im Rahmen der Programmstruktur des Fernsehens und ausserhalb seiner medialen Zwänge geschieht. Es muss nicht immer ein Buch oder eine Zeitschrift sein, wenn man sich über de Televsion Gedanken machen will. Eine Ausstellung hat andere, visuelle und raumgestaltende Möglichkeiten. In der Präsentation von "Programm Fernsehen" waren es KünstleInnen und Medienschaffende, die sich mit den Transformationen des TV-Programms, seinen strukturellen Veränderungen und inhaltlichen Verschiebungen, dem Auftauchen neuer Genres, der Gründung neuer Sender und den neuesten Technologisch-wirtschaftlichen Entwicklungen beschäftigten.

Mit ihrer Installatin aus video, Teppich, Computerdruck und Gemälde wünschte SZUPER GALLERY (London/München) Mr. Bloomberg, dem Inhaber des gleichnamigen weltweiten Finanzfernsehsenders einen Guten Morgen, entwarf für ihn ein Konzept für eine Sendung und schloss, wie auf dem Video zu sehen ist, ein gutes Geschäft ab. Das New Yorker Kollektiv PAPER TIGER TV, die berühmteste alternative TV-Station der Welt und schon seit 1981 auf Sendung, widmete sich in seinem Ausstellungsbeitrag der Tendenz der Medein, sich immer stärker zusammenzuschliessen. Dabei stellte es der ökonomischen Analyse der Medienkonzentration dissidente kulturelle "Low Tech"-Praktiken gegenüber. PETER DOMBROWE (Hamburg) zeigte mit den Fotoreihen "Fernsehwohnungen" (1996/7) und "Studios" (1998) Einblicke in deutsche Fernsehstudios und hinter die Kulissen von Serien wie "Verbotene Liebe". Die Gruppe GMAM (München/Berlin) stellte in die Ausstellungshalle ein konzentriertes Relikt ihrer heftig diskutierten Game Show am Eröffnungsabend. (weiter... auf S. 8 Programmrückschau)

Konzept: Justin Hoffmann

Organisation: Agnes Bieber, Julia Hofer, Justin Hoffmann, Natalie Seitz, Jacqueline Uhlmann

KünstlerInnen: Szuper Gallery (London/München), Paper Tiger TV (New York), Peter Dombrowe (Hamburg), GMAM (München/Berlin), Joseph Zehrer (Köln), Astrid Herrmann (Hamburg), Hans-Christian Dany, Dogfilm (Berlin), Harum Farocki (Berlin), K 3000 (Zürich), "Zebra"