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AUSSTELLUNG 1997

Sex&Space II
vom 1997-10-02 bis 1997-10-26

Eröffnung: 1997-10-02 00:00

space.gender.economy

Das Projekt Sex&Space ist 1996 mit KünstlerInnen und TheoretikerInnen aus der Schweiz, Deutschland und Oesterreich in der Shedhalle Zürich entwickelt worden. Ausgangspunkt des Projektes war das Verhältnis von Oeffentlichkeit/Privatheit anhand seiner traditionellen geschlechtsspezifischen Zuschreibungen zu dekonstruieren und Architektur-, Stadt- und Planungsutopien auf ihre heterosexuellen Normen hin zu untersuchen. Zum einen wurden Darstellungen weiblicher Stereotypen, die in Bezihung zu Stadt und Oeffentlichkeit in visuellen Medien wie Film, Fernsehen, Werbung zu finden sind in einem vierwöchigen öffentlichen Videoproduktionsstudio zum Material künstlerischer Arbeit. Zum anderen wurden Vorträge von KünstlerInnen gehalten, die sich bereits mit diesen Themenkomplexen auseinandergesetzt hatten. Workshops und Talkrunden bildeten ein Forum, um mit Architektinnen, Planerinnen und feministischen Oekonominnen über Ansätze einer möglichen Ueberwindung von Differenzansätzen im feministischen Diskurs zu diskutieren. So wurden Subjektbeschreibungen, wie sie in feministischen Planungsansätzen auftauchen auf ihre problematische Uebernahme stereotyper Rollen hin besprochen, oder die Frage aufgeworfen, ob die neuen Arbeitsmodelle (z.B Teilzeit und Telearbeit), die traditionellen Geschlechterverhältnisse bestätigen oder sie gar auflösen helfen. Für den ersten Teil des Projektes gaben wir ein Fanzine mit den verschiedenen Beiträgen heraus und entwickelten eine Websiete, die als Diskursplattform auch ausserhalb des Projektzusammenhangs gedacht war. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Alt.Use.Media wurden im Mai 97, neben Vorträgen von Pia Lanzinger und Susanne Lummerding zu feministischer Technologie- und Medienkritik, auch die ersten Video- und 16 mm Filmproduktionen und die von Martine Anderfuhren gestaltete Website vorgestellt.

Konzept: Marion von Osten

Organisation: Shedhalle-Team